Zugegeben, es ist vielleicht nicht unbedingt jedermanns Sache um 6.30 Uhr aufzustehen. Vielleicht noch weniger, sich warm anzuziehen, den Hund zu motivieren und von der eigenen Frau überzeugt zu werden dass es eine gute Idee ist, nun in die Kälte hinaus zu gehen.
Immerhin stehen -15 Grad auf dem Thermometer und ich bin dankbar den Luxus eines Carport zu genießen und nicht den Kampf gegen die 0,3 mm dicke Eisschicht auf den Scheiben des Autos aufnehmen zu müssen. Wir fuhren hinunter ins Dorf wo es schlappe 3 Grad kälter war und stellten das Auto ab um erst an der Ach entlang bis zur Zirmbrücke und dann den Falkenstein Südaufstieg in Angriff zu nehmen. Die Bach an dem wir entlang marschierten war mit zentimeterstarken Eisplatten bedeckt und der Gedanke an Eisberge und die Titanic lag sehr nahe. Viel näher war mir da aber meine Frau Barbara, die mir in meiner Spur durch den frischen Schnee folgte.
Richtig klasse wurde es dann aber, als es bergauf und durch 20 cm tiefen Schnee die ersten Serpentinen und die ersten 30 von insgesamt 380 Höhenmeter hinauf ging. Wir meinten die erste Spur zu legen, aber weit gefehlt, denn die Gemsen und Füchse waren schon viel länger auf den Beinen und wunderten sich schon sehr über die beiden seltsamen Figuren die leicht schnaubend und nicht gerade sportlich flott durch den Schnee pflügten. So auf der Höhe des Abzweiges zum Schlossanger trafen uns dann die ersten Sonnenstrahlen direkt von hinten.
Und es war unglaublich schön, diese Kraft zu spüren und zu realisieren wie wichtig Sonne und Licht für unsere Wohlbefinden sind.
Der Schnee war wie Puder, und die Vorfreude auf die Aussicht von der Ruine Falkenstein mitten hinein in unsere zauberhafte Heimat wurde immer größer. Und als wir dann da oben standen, leicht verschwitzt, dampfend wie die Rösser, war alle Anstrengung vergessen.
So stellen wir uns Winter vor, und das Glück diese Ausblicke mit der Kamera festzuhalten wurde sofort umgesetzt, damit auch unsere treuen Tagebuchleser Genuss haben.
Gut wenn man ab und zu auf seine Frau hört................

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Bernd Ebert, begeisterter Gastgeber auf dem Schlossanger. Er genießt den Luxus, die schönste Berufung der Welt zu haben und im Paradies zu leben. Genuss und Lebensgefühl zu spüren und jeden Tag zu vermitteln,ist seine Passion. Der Gewölbe-Weinkeller ist die zweite Heimat, das Biken die ganz persönliche Art abzuspannen, und das Motorradfahren ermöglicht es ihm die herrliche Bergwelt so richtig zu genießen.
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