Tagebuch der Schlossanger Alp
 
Benjamin Weigl, Webdesign & Konzeption

SCHNEECHAOS WO BIST DU?

geschrieben am: 08. Januar 2010 von Bernd Ebert

Es liegt mir wirklich fern, Naturkatastrophen, große Unwetter und damit verbundenes Unglück ins Lächerliche zu ziehen. Mein vermeintlich gesunder Menschenverstand läßt mich aber seit gestern nicht mehr in Ruhe und attackiert mich permanent mit der Frage:

Warum spricht man nur noch von Superlativen,
bei der normalsten Sache der Welt?

In den Breiten des Allgäus sprechen wir von November bis Ende März, von einer Jahreszeit die wir Winter nennen. Damit verbunden gibt es Niederschläge die sich in Form von gefrorenen Eiskristallen äußern. Diese nennen wir Schnee, der sich in Höhen zwischen 10 und 30 cm niederlegt  und die Landschaft in eine herrliche weiße Gegend verwandelt.
Zwischen 30 cm und 60 cm von diesem Zeug sprechen wir von kräftigem Schneefall und wir holen den U 406 (gemeinhin als Unimog bekannt)  als Problemlöser aus der Garage.
Ab einem Meter ist es ein Haufen Schnee, den wir ebenfalls aus dem Weg räumen und uns dann an dem weißen Paradies freuen.

Insofern ist es mir unerklärlich, wie derart viel Panikmache aus den Medien die Menschen verunsichert und eine an sich normale, schöne und erstrebenswerte Situation so negativ dargestellt wird. Viel schlimmer ist aber, dass es einfach nicht der Wahrheit entspricht und darüber ärgere ich mich am meisten.
Im Moment sind 2 Freunde spontan aus Suttgart angereist (sie hatten Glück denn heute Morgen wurden  Zimmer wegen des imaginären Schneechaos storniert) und berichteten mir folgendes:

  • freie Autobahn A8
  • freie Autobahn A7
  • 2 Stunden Fahrzeit
  • kein Schneefall ab Ulm
  • leichtes Schneefluseln um Stuttgart

Sind wir froh dass nicht wirklich das Chaos eingetreten ist, aber wieviel unnötige Energie wurde heute allein mit Gedanken an dass was sein könnte, verschwendet? Schade um jede Sekunde, Minute und Stunde die wir damit an Freude und Lebensqualität verloren haben.

Ich werde weiterhin mit Überzeugung auf Nachrichten, TV, Radio  und sonstiger Beeinflußungsfaktoren,  verzichten und mich freuen. Und vielleicht ärgere ich mich auch nicht mehr, über Berichterstattungen die willkürlich irgendein Thema hochstilisieren.
Politik und Krankheiten, wie beispielsweise eine Grippe, lohnen sich scheinbar nicht mehr
darüber zu berichten.
 

Mit freundlichen Grüßen von der Alp
euer Bernd Ebert
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Bernd Ebert, begeisterter Gastgeber auf dem Schlossanger. Er genießt den Luxus, die schönste Berufung der Welt zu haben und im Paradies zu leben. Genuss und Lebensgefühl zu spüren und jeden Tag zu vermitteln,ist seine Passion. Der Gewölbe-Weinkeller ist die zweite Heimat, das Biken die ganz persönliche Art abzuspannen, und das Motorradfahren ermöglicht es ihm die herrliche Bergwelt so richtig zu genießen.

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