Anfangszeiten der Schlossanger Alp
Benjamin Weigl, Webdesign & Konzeption

Es war einmal auf der Alp

Als Gründungsvater Alfred Gött 1913 mit der Schlossanger Alp das Erbteil übernahm, bestand sein Jahr in den Ostallgäuer Bergen aus einer Jahreszeit: dem Sommer. Ohne Heizung in einer Holzhütte, die allenfalls Unwetterschutz und ein trockenes Dach über dem Kopf bot, war an mehr nicht zu denken. So zog er für die wenigen warmen Monate mit Sack und Pack auf die Alp, um Butter und Käse zu machen und hungrige Wandersleute mit einer kleinen Brotzeit zu versorgen. Die restliche Zeit verbrachte er im Tal.

... der Winter

Wenn sich im letzten Jahrhundert der Schnee auf dem Weg zum Schlossanger türmte, war die kleine Alphütte fast abgeschnitten vom Leben im Tal. Nur mit dem Schlitten war der Weg hinunter noch passierbar und machte ihn zum wichtigsten Verkehrsmittel der kalten Jahreszeit.

Lebensmittel, Mehlsäcke, selbst Bierfässer wurden mit dem Pferdeschlitten nach oben gezogen. Und wenn selbst mit dem Schlitten kein Durchkommen mehr war, wurden sämtliche Einkäufe auf den eigenen Rücken gepackt!

Gäste, die den Winter auf der Alp ohne Anstrengung genießen wollten, wurden mit dem Schlitten abgeholt, solange es Schnee und Eis zuließen. Zuviel der weißen Pracht, das gab es trotzdem nicht. Der Himmel wusste schon, wann es wieder aufhören sollte, zu schneien.

... das Leben

Als 1932 dem Gründervater Alfred und seiner Frau Kreszenzia eine Tochter geboren wurde, war das Leben in den Allgäuer Bergen, bei aller Schönheit rundherum, ein steter Überlebenskampf. Sobald sie laufen konnte, bekam auch Sopie Agatha Victoria Gött, genannt Muck, von der Mama kleine Aufgaben zu erledigen und trug so ihr Scherflein zum täglich' Brot der Familie bei.

Heute lebt die dritte Generation der Familie auf der Alp und einzig der unvergleichliche Bergblick hat sich nicht verändert. Um die Keimzelle der Hütte hat sich in über 90 Jahren ein Berghotel mit 4 Sterne superior Klassifizierung entwickelt, das seinen Gästen durch den ganzen Jahreskreis besten Komfort und ausgezeichnetes Essen bietet.

 

Zeitleiste

 

1883König Ludwig II. träumt von einem Märchenschloss auf der Burgruine Falkenstein.

1913Alois Gött, Urgroßvater von Barbara Schlachter-Ebert, kauft den Schlossanger von einem Pfrontener Bauern.

1920Großvater Alfred, ein gelernter Käser, zieht sommers mit Sack und Pack auf die Alm und macht Milch zu Käse.

1929Alfred Gött heiratet Kreszenzia Geromüller.

um 1930Brotzeit und Touristenlager nun auch im Winter.

1932Geburt von Sophie Agatha Victoria Gött, genannt Muck

um 1950Wirtschaftswunderzeit: harte Arbeit, viele Gäste.

1956Muck Gött und der Herzblutkonditor Anton Schlachter heiraten und übernehmen die Schlossanger Alp.

1957Geburt von Fredy Schlachter

1958Bau des Kachelofens in der Zirbelstube der alten Wirtschaft. Geburt von Anton Schlachter Junior.

1961Umbau: neue Zimmer und Etagenduschen statt Waschschüssel. Geburt von Heidi Schlachter.

1964Geburt von Barbara, dem Nesthäkchen der Schlachters.

1964Aufgabe der Landwirtschaft und Konzentration auf die Gastronomie.

1965Der Unimog löst den Schlitten als wichtigstes Verkehrsmittel im Winter ab.

1970Anbau für das Restaurant und mehr Zimmer. Alle Zimmer bekommen eigene Bäder.

1980Neubau des Hallenbades. Anbau für großzügige Juniorsuiten.

1986Neubau der Küche.

1988Anton Schlachter Junior mit Familie, übernimmt das Burghotel auf dem Falkenstein.

1989Barbara Schlachter und Bernhard Ebert übernehmen in 3. Generation die Schlossanger Alp.

1990Barbara Schlachter und Bernhard Ebert heiraten.

1991Geburt von Beatrice Ebert.

1993Geburt von Bettina Ebert.

1995Renovierung des Kerngebäudes.

2001Der Wellnessbereich »Bergquell« wird eröffnet.

2004Klassifizierung als erstes 4 Sterne superior Haus im Allgäu.

2006Neubau des Abenteuer-Spielplatzes Kuhkuh-Maz und des Wirtschaftsgebäudes.

2007Die kleine Alp entsteht.

Eisblütenmehr Geschichte der Schlossanger Alp finden Sie im Buch »Eisblüten« von Barbara Schlachter-Ebert.

 

Bilder aus der Vergangenheit